Die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Externalitäten gewinnt im Kontext nachhaltiger Lieferketten, ESG-Berichterstattung und unternehmerischer Verantwortung zunehmend an Bedeutung. Während für Umweltwirkungen im Agrarsektor etablierte Bewertungsansätze existieren, besteht insbesondere bei der systematischen Erfassung und bilanzierungsnahen Einbindung sozialer Externalitäten weiterhin eine erhebliche Forschungslücke. Vor diesem Hintergrund entwickelt die vorliegende Studie einen ersten methodischen Ansatz eines integrierten True Cost Accountings für den Kaffeesektor und wendet ihn exemplarisch auf Lieferketten aus Uganda und Honduras an.
Methodisch verbindet die Arbeit ökologische Lebenszyklusanalyse auf Basis der ReCiPe-Methode mit einer sozialwissenschaftlichen Risikoanalyse entlang globaler Wertschöpfungsketten unter Nutzung der Social Hotspot Database. Ergänzt wird dieser Ansatz durch eine konzeptionelle Übertragung der identifizierten Umwelt- und Sozialwirkungen in die Logik aktueller ESG- und ESRS-Standards. Der zentrale Beitrag der Studie liegt in der Entwicklung eines Rahmens, der unterschiedliche Bewertungslogiken systematisch zusammenführt und Umwelt- wie soziale Externalitäten so strukturiert, dass sie grundsätzlich anschlussfähig an unternehmerische Steuerungs-, Reporting- und Bilanzierungsprozesse werden.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass innerhalb der Produktgruppe Kaffee ökologische Externalitäten homogen ausfallen, während soziale Externalitäten stark zwischen Herkunftsländern und Produktionsbedingungen variieren. Damit rückt die soziale Dimension als entscheidender Differenzierungsfaktor in den Fokus nachhaltigkeitsbezogener Bewertungsansätze. Die Studie versteht sich nicht als abschließende Lösung der bestehenden Bewertungsprobleme, sondern als Beitrag zur Sichtbarmachung der bestehenden Forschungslücke und als erster Entwurf, wie soziale Externalitäten künftig systematisch in True Cost Accounting, ESG-Berichterstattung und unternehmerische Entscheidungsprozesse integriert werden können.
Lennart Stein, Benjamin Oebel, Laura Freitag, Jenny Lay-Kumar, Tobias Gaugler
Die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Externalitäten gewinnt im Kontext nachhaltiger Lieferketten, ESG-Berichterstattung und unternehmerischer Verantwortung zunehmend an Bedeutung. Während für Umweltwirkungen im Agrarsektor etablierte Bewertungsansätze existieren, besteht insbesondere bei der systematischen Erfassung und bilanzierungsnahen Einbindung sozialer Externalitäten weiterhin eine erhebliche Forschungslücke. Vor diesem Hintergrund entwickelt die vorliegende Studie einen ersten methodischen Ansatz eines integrierten True Cost Accountings für den Kaffeesektor und wendet ihn exemplarisch auf Lieferketten aus Uganda und Honduras an.
Methodisch verbindet die Arbeit ökologische Lebenszyklusanalyse auf Basis der ReCiPe-Methode mit einer sozialwissenschaftlichen Risikoanalyse entlang globaler Wertschöpfungsketten unter Nutzung der Social Hotspot Database. Ergänzt wird dieser Ansatz durch eine konzeptionelle Übertragung der identifizierten Umwelt- und Sozialwirkungen in die Logik aktueller ESG- und ESRS-Standards. Der zentrale Beitrag der Studie liegt in der Entwicklung eines Rahmens, der unterschiedliche Bewertungslogiken systematisch zusammenführt und Umwelt- wie soziale Externalitäten so strukturiert, dass sie grundsätzlich anschlussfähig an unternehmerische Steuerungs-, Reporting- und Bilanzierungsprozesse werden.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass innerhalb der Produktgruppe Kaffee ökologische Externalitäten homogen ausfallen, während soziale Externalitäten stark zwischen Herkunftsländern und Produktionsbedingungen variieren. Damit rückt die soziale Dimension als entscheidender Differenzierungsfaktor in den Fokus nachhaltigkeitsbezogener Bewertungsansätze. Die Studie versteht sich nicht als abschließende Lösung der bestehenden Bewertungsprobleme, sondern als Beitrag zur Sichtbarmachung der bestehenden Forschungslücke und als erster Entwurf, wie soziale Externalitäten künftig systematisch in True Cost Accounting, ESG-Berichterstattung und unternehmerische Entscheidungsprozesse integriert werden können.
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